Finanzierung

Der altersgerechte Umbau einer Immobilie kostet Geld. Sofern die Baumaßnahmen nicht komplett durch Eigenmittel finanziert werden sollen, ist es wichtig, sich bereits im Vorfeld der Planung Informationen über Finanzierungsmöglichkeiten – und je nach Fall auch Fördermöglichkeiten -einzuholen. Dies geschieht im Idealfall im engen Zusammenspiel von Fachplaner und Finanzierungsberater. Im besten Fall bekommen Sie beide Leistungen aus einer Hand. Denn dann ist gewährleistet, dass die vorhandenen und/oder bewilligten Finanzmittel ausreichen, um die Baumaßnahme erfolgreich abschließen zu können.

Der Staat –Bund und Länder- haben in den letzten Jahren erkannt, dass im Bereich des altersgerechten Bauens ein erheblicher Handlungsbedarf besteht. Demzufolge gibt es die unterschiedlichsten Finanzierungs- und Fördermittel, die nachfolgend, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, kurz vorgestellt werden. Auch die Pflegekassen beteiligen sich unter gewissen Voraussetzungen an möglichen Kosten, die zur Verbesserung des Wohnumfeldes dienen.

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Programm 159

Die bundeseigene Förderbank KfW bietet für barrierefreie Umbauten zinsgünstige Kredite – das Programm 159. Die Vergabe eines solchen Kredits ist an bestimmte Mindeststandards für barrierefreie Umbauten gebunden. Deshalb ist es wichtig, nicht einfach darauf los zu bauen, sondern sich fachlichen Rat durch einen Fachplaner zu holen, der darauf achtet, dass die Mindeststandards eingehalten werden. Den KfW-Kredit kann man dazu nutzen, um beispielsweise einen Treppenlift zu installieren, Türen zu verbreitern, Türschwellen zu entfernen und eine bodengleiche Dusche einzubauen. Zahlreiche weitere Maßnahmen, die gefördert werden können, findet man unter www.kfw.de. Den Kredit kann jeder beantragen, unabhängig vom Alter und auch unabhängig davon, ob man Immobilieneigentümer oder Mieter ist. Einen Kreditantrag stellt man nicht direkt bei der KfW, sondern bei Banken, i.d.R. bei der Hausbank.

Förderbanken der Bundesländer

Einige Bundesländer vergeben zinsgünstige Kredite für Maßnahmen, die dem Abbau von Barrieren dienen, andere Bundesländer gewähren zusätzliche Zuschüsse. Die Bedingungen und Zugangsvoraussetzungen liegen in der Verantwortung der Bundesländer und können daher nicht verallgemeinernd beschrieben werden, da sich diese laufend ändern. Über Möglichkeiten berät Sie Ihr Fachplaner/Fördermittelberater oder Ihre Hausbank.

Pflegekassen

In vielen Fällen wird ein Abbau von Barrieren erst in Angriff genommen, wenn es der Gesundheitszustand einer Person erforderlich macht. Hat die betreffende Person eine Pflegestufe, kann sich die Pflegekasse an der Finanzierung mit bis zu 2.557 Euro pro Maßnahme beteiligen. Dieser Zuschuss muss direkt bei der Pflegekasse beantragt werden. Eingereicht werden zum formlosen Antrag die Beschreibung der Maßnahme sowie ein Kostenvoranschlag. Wenn sich der Gesundheitszustand verschlechtert und der Betroffene in eine höhere Pflegestufe eingruppiert wird, kann derselbe Betrag nochmals beantragt werden, um weitere Maßnahmen zu bezahlen. Der Zuschuss muss bei der Pflegekasse beantragt werden, bevor der Umbau in Angriff genommen wird. Zusammen mit einem formlosen Antrag werden die Beschreibung der Maßnahme sowie ein Kostenvoranschlag eingereicht. Auch hier ist Ihr Fachplaner und Fördermittelberater gerne bei der Antragstellung behilflich.

Stiftungen

In bestimmten Fällen ist es ferner möglich, Zuschüsse zu Wohnumfeld-Verbesserungen von gemeinnützigen Stiftungen zu bekommen. Auf diese Fördermittel besteht jedoch, im Gegensatz zu den oben genannten Möglichkeiten, kein verbindlicher Anspruch. Kontakte zu gemeinnützigen Stiftungen kann Ihnen Ihr Fördermittelberater herstellen.